Haus und Grundbesitz

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht Vergleich

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Ratgeber zum Thema Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Bevor Verbraucher eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen, sollten sie sich zunächst im Klaren darüber sein, welchen Sinn und Zweck dieser Versicherungsschutz hat. Gesetzlich normiert ist, dass mit der Eigentümerstellung zugleich auch eine Verpflichtung zur Haftung im Schadensfall einhergeht. Der Unterschied zwischen der privaten Haftpflichtversicherung und der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung besteht letztendlich darin, dass die private Haftpflichtversicherung nur für solche Schadensfälle aufkommt, die sich innerhalb des selbst bewohnten Eigentums ereignen. In allen anderen Fällen wird die Privathaftpflicht regelmäßig ihre Leistungen ablehnen, insoweit es um die Befriedigung von Ansprüchen Dritter geht.

Sinn und Zweck der Grundbesitzerhaftpflicht

Die Grundbesitzerhaftpflicht, die von den Versicherungsgesellschaften regelmäßig als Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung angeboten wird, erfüllt einen wichtigen Zweck, wenn es um die Absicherung von Eigentumsbesitz geht. Das bedeutet, dass die Versicherungspolice dann abgeschlossen werden sollte, wenn Eigentum an einen Dritten vermietet wird, oder wenn sich das Eigentum auf ein unbebautes Grundstück erstreckt. Wer stattdessen sein Eigentum dafür nutzt, um selbst darin zu leben, ist nicht auf eine zusätzliche Grundbesitzerhaftpflicht angewiesen, da Eigentümer bereits durch die private Haftpflichtversicherung hinreichend vor finanziellen Nachteilen geschützten. Die Grundbesitzerhaftpflicht wird somit bei einem Mietverhältnis interessant, wobei es nicht relevant ist, ob die Eigentumswohnung oder das Haus an einen Unbekannten oder einen Familienangehörigen vermietet wird. Darüber hinaus sollte der Versicherungsschutz auch dann in Anspruch genommen werden, wenn sich die Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus befindet, das wiederum im Eigentum des Vermieters steht, und er selbst eine andere Wohnung innerhalb der Einheit bewohnt. Damit lassen sich im Ergebnis drei Gruppen herausstellen, für die eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung sehr sinnvoll sein kann. Dies sind zum einen Vermieter von Wohnhäusern oder Eigentumswohnungen, Eigentümer von Mehrfamilienhäusern sowie Eigentümer von nicht erschlossenen Grundstücken. Wer ein Ferienhaus, einen Garten oder eine Garage temporär nutzt, muss sich über den Abschluss einer derartigen Versicherung keine Gedanken machen. Etwas anderes gilt hierbei nur, wenn das entsprechende Objekt zwischenzeitlich vermietet wird.

Der Leistungskatalog der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Von jedem Haus und Grundstück gehen Gefahren aus, die im Schadensfall zu Schadensersatzansprüchen des Geschädigten führen können. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer daher vor Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die Versicherungen werden regelmäßig auch dann tätig, wenn Ihr Versicherter unberechtigterweise mit Ansprüchen zur Schadenskompensation konfrontiert wird. Dennoch ist es wichtig, die Versicherungsbedingungen vor Abschluss des Kontraktes genau zu prüfen. Viele Dienstleister sehen Ausschlüsse vor, so dass in diesen Fällen der Versicherungsschutz nicht zu Gunsten des Versicherungsnehmers eingreift. Dazu zählen insbesondere Schäden, die durch vorsätzliches Handeln verursacht worden sind. Des Weiteren fordern einige Versicherer von ihren Kunden bauliche Veränderungen oder Instandsetzungen, um die Gefährlichkeit einer Immobilie oder eines Grundstücks zu minimieren. Kommt der Versicherungsnehmer dieser Aufforderung nicht nach, und ereignet sich daraufhin ein Unfall, der auf die zuvor bemängelten Gegebenheiten zurückzuführen ist, wird die Versicherung ebenfalls in der Regel keine Leistungen veranlassen. Die meisten Versicherungsgesellschaften möchten Ihre Kunden langfristig an sie binden. Daher werden normalerweise Laufzeitverträge geschlossen, die bis zum Ablauf der Kündigungsfrist vom Versicherungsnehmer gekündigt werden können. Die Kündigung muss regelmäßig drei Monate vor Ablauf der Laufzeit bei dem Dienstleister eingegangen sein. Sonderkündigungsrechte werden demgegenüber nur dann in Betracht kommen, wenn der Vertragspartner die monatlichen Zahlungen erhöht.

Worauf Versicherungsnehmer bei der Wahl achten sollten

Als Eigentümer einer Immobilie oder eines Grundstücks besteht die Verpflichtung, Gefahren für Dritte abzuwehren. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt muss unter Umständen mit finanziellen Nachteilen rechnen, wenn sich die Gefahr realisiert hat. Das Gesetz verlangt daher von Eigentümern, einen entsprechenden Versicherungsschutz abzuschließen. Der Versicherungsmarkt ist in dieser Branche jedoch derart dicht besiedelt, dass Verbraucher häufig Schwierigkeiten haben, den idealen Versicherungsschutz zu finden. Insbesondere die Höhe der Deckungssumme variiert bei der Grundbesitzerhaftpflichtversicherung deutlich. Sie liegt in der Regel zwischen 1.000.000 €-10.000.000 €. Daneben bieten die Dienstleister Zusatzpolicen an, die bei Bedarf hinzu gebucht werden können. Befindet sich auf dem eigenen Grundstück zum Beispiel eine Photovoltaikanlage oder ein Heizöltank, sollten diese unbedingt von den Leistungen umfasst sein. Im Basistarif wird nämlich regelmäßig nur das Grundstück versichert, so dass Zubehör und Erweiterungen nicht berücksichtigt werden. Welche Versicherung daher die richtige ist, orientiert sich in erster Linie an den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Sobald nach Unterzeichnung des Vertrages Veränderungen an dem Grundstück oder der Immobilie vorgenommen werden, sollte die Veränderungen ohne zeitlichen Verzug an den Versicherer weitergegeben werden. Entschließt sich der Eigentümer beispielsweise in Zukunft die Heizungsanlage mittels eines Heizöltanks zu bedienen, entzündet sich der Tank selbstständig und zerstört dadurch mehrere Wohnhäuser in der Nachbarschaft, sind die Schadenskosten für den Eigentümer kaum kalkulierbar. Oftmals resultiert aus einem derartigen Unglück jedoch der finanzielle Ruin. Daher sollte der Eigentümer nicht am falschen Ende sparen. Besonders empfehlenswert ist eine Versicherung, die den Kunden auch gegen Allmählichkeitsschäden absichert. Dabei handelt es sich um Schäden, die beispielsweise durch Instandhaltungsarbeiten am Objekt entstehen. Wird während der Renovierung ein Wasserrohr versehentlich angebohrt, sind die Folgen unter Umständen erst nach einigen Tagen oder Wochen sichtbar. Greift der Wasserschaden nunmehr auf das Eigentum des Mieters über, so dass dieses irreparabel zerstört wird, haftet der Eigentümer ihm für den Schaden. Mit einem passenden Versicherungsschutz wird hingegen das Versicherungsunternehmen die Schadenspositionen liquidieren.

Der Vergleich lohnt sich

Kaum ein Markt ist heutzutage so umkämpft wie der Versicherungsmarkt. Das liegt insbesondere an der Vielzahl von Versicherungsgesellschaften. Schon aus diesem Grund ist ein Versicherungsvergleich ratsam, da die Anbieter unterschiedliche Vorstellungen im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Dennoch sollten Eigentümer nicht vorschnell handeln, um im Nachhinein keine böse Überraschung zu erleben. Wichtig ist, dass von dem Versicherer ein umfangreiches Leistungspaket geschnürt wird, das vor sämtlichen Eventualitäten des Lebens schützt. Das klassische Beispiel für die Notwendigkeit einer Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist der verschneite Weg, der Bestandteil des Eigentums ist. Wird das Grundstück von einem Zeitungsboten betreten, und rutscht dieser aufgrund der nicht geräumten Straße aus, wobei er sich das Bein bricht und mehrere Wochen arbeitsunfähig ausfällt, haftet der Eigentümer für sämtliche Schäden. Dies sollte bei einem Vergleich der Anbieter berücksichtigt werden. In der Regel werden die Beiträge nach der Größe der Immobilie bzw. des Grundstücks berechnet. In anderen Fällen erhebt der Versicherer die Gebühren im Hinblick auf die Wohneinheiten. Der Vergleich ist jedoch insbesondere deswegen sinnvoll, weil der potentielle Kunde nicht gezwungen wird, bei allen Versicherungsgesellschaften selbst vorstellig zu werden. Er muss sich insoweit auch nicht um die Prüfung der Leistungen bemühen. Stattdessen übernimmt diese Aufgabe die Suchmaschine, wobei einige grundlegende Angaben erforderlich sind. Da Wohnungen und Grundstücke einander nicht gleichen, sondern individuell ausgeprägt sind, ist ein Vergleich nur sinnvoll, wenn die tatsächlichen Bedingungen berücksichtigt werden. Anschließend wird dem Suchenden nach Maßgabe seiner Informationen eine Übersicht präsentiert, woraus er ableiten kann, welche Versicherungen für ihn zu welchem Preis überhaupt infrage kommen. Neben dem idealen Versicherungsschutz ist eine Prüfung der Dienstleister auch vor dem Hintergrund der finanziellen Entlastung empfehlenswert. Daher sollten auch Bestandskunden die Konditionen ihres Versicherers regelmäßig prüfen und bei Bedarf einen Wechsel in Erwägung ziehen, exemplarisch wenn die Konkurrenz mindestens dieselben Leistungen zu einem besseren Tarif offeriert.