Riesterrente

Riester-Rente Vergleich

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Ratgeber zum Thema Riester-Rente

Grundsätzlich kann sich die Riester-Rente in vielerlei Hinsicht lohnen – allerdings nicht zwangsläufig für jeden Angestellten. So ist es das einzige Rentenmodell mit einer so starken staatlichen Förderung, gleichzeitig profitieren auch Konzerne davon. Die Anbieter der Riester-Rente verdienen hohe Summen damit, was sich für den Sparer allerdings auf die Rendite negativ auswirkt. Sollte man trotzdem in Erwägung ziehen, mit der Riester-Rente zu sparen, so sollte man sich zumindest vorher ausführlich informieren, um die passende Offerte zu finden.

Für wen eignet sich die Riester-Rente wirklich?

Die Riester-Rente richtet sich an verschiedene Personengruppen. Einerseits können sie Arbeitnehmer und Menschen, die sich gerade in der Ausbildung befinden, in Anspruch nehmen. Sie zahlen ihre Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenkasse ein und dann von den Fördergeldern profitieren. Weitere Personengruppen sind Beamte, Landwirte, Soldaten und Richter sowie Minister und Notare. Auch behinderte Beschäftigte sowie Frührentner, und Bezieher von einer Erwerbsminderungsrente können sie in Anspruch nehmen.
Außerdem haben rentenpflichtversicherte Selbstständige sowie nur geringfügig Beschäftigte und Menschen, die im Bundesfreiwilligendienst bzw. im Wehrdienst tätig sind, die Möglichkeit, sie zu nutzen. Sollte der eigene Ehepartner zur Förderung berechtigt sein, so kann man selbst ebenfalls die Riester-Rente beantragen, auch wenn man nicht zu den entsprechenden Personengruppen gehört.

Wer ist von der Riester-Rente ausgeschlossen?

Es gibt auch Personengruppen, welche die Riester-Rente nicht in Anspruch nehmen können. Dazu zählen zum Beispiel Selbstständige und Studenten, die beide nicht rentenversicherungspflichtig sind, sowie auch nur geringfügig Beschäftigte, welche nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Auch Pensionäre gehören dazu.

Wie genau funktioniert das System der Riester-Rente?

Zunächst begibt man sich zu einem Anbieter der Riester-Rente, das kann sowohl eine Bank als auch eine Versicherung sein. Dort kann man nun einen Sparvertrag abschließen und bis zum Eintritt in das Rentenalter Beiträge einzahlen. Die Höhe dieser Beiträge kann weitgehend selbst bestimmt und auch zu einem späteren Zeitpunkt noch flexibel an die finanzielle Situation angepasst werden. Fest steht: Je mehr man anspart, desto höher sind auch die staatlichen Fördergelder. Das Angesparte wird natürlich auch mit einer Rendite, sprich mit dem Zinseszins, belohnt. Das bedeutet im Klartext: Spart man pro Jahr einige Hundert Euro an, kann sich im Laufe der Zeit ein Vermögen im fünfstelligen Bereich daraus entwickeln.

Wichtig ist allerdings, dass man den passenden Riester-Vertrag für sich auswählt. Da dies eine langfristige Sparmaßnahme ist, muss sie wohl überlegt sein. Wer frühzeitig überlegt, aus dem Vertrag auszutreten oder in ein anderes Modell zu wechseln, der muss dafür nicht selten hohe Kosten bezahlen. Es ist also wichtig, sich vorher umfassend zu informieren. Weiterhin lohnt es sich in jedem Fall, vorher einen genauen Vergleich durchzuführen. Da jeder Anbieter andere Tarife offeriert, kann man unter Umständen eine Menge sparen, wenn man sich etwas genauer mit dem Thema auseinandersetzt.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen drei Arten der Riester-Rente:

Als Erstes gibt es das Sparen in einen Fonds, welches sich insbesondere für Menschen bis zu einem Alter bis zu 40 Jahren empfiehlt. Die zweite Variante ist eine Riester-Versicherung. Die dritte Lösung ist das Ansparen über eine Bank, welches sich eher an Personen über 45 Jahren richtet. Im Grunde hat jede Variante ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile, dennoch haben sie alle eine staatliche Förderung gemeinsam. Weiterhin existiert seit dem Jahr 2008 eine Zusatzvariante: Der Wohn-Riester, eine spezielle Art der Eigenheimfinanzierung, welche sehr rentabel sein kann. Eine fondsgebundene Versicherung wird inzwischen von vielen Anbietern offeriert, stellt aber nur in den seltensten Fällen eine gute Lösung dar. Besser ist es, man entscheidet sich für eine der drei Hauptvarianten.

Das Ansparen bei der Riester-Rente

Ganz egal, ob man seine Beiträge erhöhen oder auch reduzieren möchte, als Riester-Sparer hat man zu jedem Zeitpunkt die Freiheit, flexible Änderungen bezüglich der Beitragshöhe vorzunehmen. Natürlich wirkt sich dis auch unmittelbar auf die Steuerersparnis bzw. auf die staatliche Förderung aus. Weiterhin kann es unter Umständen der Fall sein, dass Kosten für diese Änderung entstehen, aber dies ist vom jeweiligen Vertrag abhängig und muss unbedingt genau geprüft werden, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet. Möchte man prinzipiell mehr als den Mindestbeitrag für die staatliche Förderung einzahlen, dann ist es ratsam, sich vorher bei einem Steuerberater nach der besten Vorgehensweise zu erkundigen.

In jedem Fall gibt es die staatliche Förderung nur für Riester-Anlagen, welche offiziell vom Staat anerkannt worden sind. Das bedeutet, dass der Vertrag mit einem Verweis auf eine entsprechende Zertifizierung sowie mit einer eigenen Prüfnummer versehen sein muss. Um die staatlichen Fördergelder überhaupt erhalten zu können, muss man darüber hinaus frühzeitig einen entsprechenden Antrag einreichen. Der Anbieter, bei dem man den Antrag auf die Riester-Rente stellt, erteilt einem dazu alle notwendigen Informationen bzw. händigt die jeweiligen Dokumente aus.

Wichtig ist, daran zu denken, dass man die Zulagen in jedem Jahr neu beantragen muss. Allerdings kann man sich zusätzlichen Aufwand sparen, indem man einfach dem jeweiligen Anbieter eine Vollmacht darüber gibt, dies für einen zu erledigen. Notwendig ist dafür ein sogenannter Dauerzulagenantrag. Für den Fall, dass sich gewisse Umstände im Leben verändern – wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit, die Geburt eines Kindes oder eine Heirat – dann muss dies dem Anbieter der Riester-Rente in jedem Fall mitgeteilt werden. Es kann nämlich sein, dass zu hoch bezahlte Zulagen vom Staat zurückgefordert werden. Natürlich muss sich der Rentenbezieher auch um die Steuerersparnis kümmern. Wenn er die Riester-Rente als Sonderausgaben angeben möchte, dann muss er hierfür bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung das Anlagenblatt AV entsprechend ausgefüllt einreichen.

Weitere wichtige Informationen zum Thema Riester-Rente

Es kann vorkommen, dass man seine Riester-Rente irgendwann im Laufe seines Lebens kündigen möchte. Doch hier sollte man vorsichtig sein, wenn man keine böse Überraschung erleben möchte, die teuer werden könnte. Es ist grundsätzlich möglich, einen Riester-Vertrag auch vollständig zu kündigen, allerdings sollte man sich dann auf einen finanziellen Verlust einstellen. Denn in diesem Fall ist man dazu verpflichtet, sämtliche staatliche Fördergelder bzw. Steuereinsparungen wieder zurückzuzahlen. Weiterhin kann es sein, dass Stornierungskosten vom Anbieter verlangt werden. Besser ist es dann in jedem Fall, den Vertrag einfach nur stillzulegen. Vor dem Abschluss eines Vertrags ist es wichtig, sich über die Konditionen im Falle einer Kündigung zu erkundigen – diese sind nämlich von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Ausbezahlt wird die Riester-Rente, sobald man das 60. Lebensjahr vollendet hat. Dies gilt allerdings lediglich für Verträge, die bis spätestens Ende 2011 abgeschlossen worden sind. Alle danach abgeschlossenen Verträge sehen eine Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr vor. Diese Regelung wurde im Jahr 2008 getroffen. Es spielt natürlich keine Rolle, welches Alter man erreicht: Die Rente wird in jedem Fall bis zum Ende des Lebens ausbezahlt werden. Hier gehen die meisten Anbieter bei der Kalkulation während des Vertragsabschlusses von einer hohen Lebenserwartung aus. Diese ermöglicht dann auch relativ günstige Beiträge für den Versicherten.

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